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Wissenschaftler entdeckten ein seltenes Moos, das THC-ähnliche Substanzen enthält

  • Medizinisches Cannabis ist aus botanischer Sicht eine absolut faszinierende Pflanze, die in der Natur bisher (scheinbar) ihresgleichen nicht hatte
  • Die Einzigartigkeit der Hanfpflanze beginnt ein besonderer Moostyp zu konkurrieren, der Substanzen ähnlich den Cannabinoiden enthält

Eine bestimmte Art von selten vorkommendem Moos wurde kürzlich zum Gegenstand wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Das Hauptinteresse wurde durch die Tatsache geweckt, dass sich in diesem Moos Substanzen befinden, die dem Hanf-THC sehr ähnlich sind. Um den Titel der beliebtesten Pflanze der Welt zu erlangen, hat dieses Moos noch einen weiten Weg, dennoch hat es bereits in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit vieler Ärzte und Wissenschaftler geweckt.

Der sogenannte Lebermoos (Marchantiophyta) ist ein Mooszweig, der in vielen verschiedenen Formen und Unterarten vorkommen kann. Bei einem dieser Unterarten wurde eine bemerkenswerte Eigenschaft beobachtet.

"Bei der Unterart 'Radula' wurde die Fähigkeit zur Produktion der Substanz Perrottetinene (PET) entdeckt, die eine sehr ähnliche Struktur wie THC aufweist."

Entdeckung des "Moos-THC"?

Die Entdeckung der Moos-Chemikalie PET erfolgte bereits 1994. Wir verdanken die Entdeckung dem japanischen Phytochemiker Yoshinori Asakawa. Erst heute haben die Forscher begonnen, sich auf die bemerkenswerte Ähnlichkeit von PET und THC zu konzentrieren und beschlossen, das Phänomen zu untersuchen.

Während bisheriger Beobachtungen der Chemikalie PET bemerkten die Wissenschaftler, dass sie sich im menschlichen Gehirn sehr ähnlich wie THC verhält. Mit Ähnlichkeit ist hier insbesondere der Wirkungsmechanismus auf Gehirnrezeptoren gemeint, wo sich PET während der akuten Wirkung an die zwei Hauptendocannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 bindet. Eine Enttäuschung für einige Freizeitkonsumenten von Cannabis wird wahrscheinlich sein, dass gleichzeitig eine viel geringere Psychoaktivität und Wirkungsstärke festgestellt wurde. Dennoch bemerkten die Wissenschaftler während der Versuche an Mäusen ähnliche Symptome wie bei THC - wie Senkung der Körpertemperatur und Verlangsamung der Bewegung.

Gleichzeitig wurde festgestellt, dass PET während der Wirkung die Entzündung in Molekülen, genannt Prostaglandine, senken kann. Dieser Wirkungsmechanismus ist besonders interessant, da sich der entzündungshemmende Effekt auf Prostaglandine bei THC trotz der gegenseitigen Ähnlichkeit der Substanzen nicht zeigt. Einige Forscher glauben daher, dass das Moos-PET gegen Entzündungen sogar noch besser wirken könnte als medizinisches Hanf.

"Die Forscher untersuchen momentan eifrig das Potenzial der Moos-Chemikalie PET für die mögliche Behandlung von Entzündungskrankheiten."

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In einem Interview für das Magazin Scientific American erklärt einer der Wissenschaftler, Michael Shafroth, seine Sicht der Dinge:

"Diese Moleküle, die wir Prostaglandine nennen, spielen eine sehr bedeutende Rolle in Prozessen wie Gedächtnisverlust, Entzündungen der Nervenzellen, Haarausfall oder Vasokonstriktion. PET ist aus medizinischer Sicht eine sehr interessante Substanz, und schon jetzt kann man erwarten, dass das Verhältnis negativer Effekte zu potenziellen medizinischen Vorteilen PET in die Karten spielt. Natürlich erwarten wir auch, dass das Interesse an PET ausschließlich bei Patienten liegen wird. Ein Freizeiterfolg ähnlich wie bei Cannabis ist kaum zu erwarten."

Zukunft der Behandlung, nicht nur mit Cannabis, sondern mit Pflanzen im Allgemeinen

Auch der bekannte Neurologe Ethan Russo, Leiter des Internationalen Instituts für Cannabis- und Cannabinoid-Forschung (ICCI), fügt sein Wissen und seine Erkenntnisse zur neuen Thematik des Moos-Cannabinoids hinzu: "Der wesentliche Unterschied von Perrottetinen zu THC liegt in der Wirkung auf Prostaglandine. PET reduziert die Menge an Prostaglandin D2 und E2 im Gehirn, ohne eine Hemmung der Cyclooxygenase zu verursachen."

Was meint Ethan Russo in verständlicher Sprache? Im Grunde geht es um die mögliche Entdeckung eines zukünftigen Medikaments gegen Schmerzen und Entzündungen, das ohne Angst vor negativen Nebenwirkungen, einschließlich der Möglichkeit einer Überdosierung oder Entwicklung einer Abhängigkeit, wie es bei vielen heutigen Pharmaka der Fall ist, angewendet werden kann.

Wo finde ich "Cannabis-Moos"?

Also jetzt zur Sache, wo wächst solch ein Moos und wo kann man es finden? Zu Beginn ist es wohl gut zu erwähnen, dass sich 'Radula' natürlicherweise nur in bestimmten Gebieten Neuseelands, Costa Ricas und Japans vorkommt. Experimentier-Züchter und Amateur-Botaniker, die bereits darüber nachdenken, 'Radula' in ihrer lokalen Umgebung anzubauen, sollten noch etwas weiterlesen.

'Radula' ist ein Moos und seine Reproduktion erfolgt nicht über Samen, was bedeutet, dass der eigenhändige Anbau ein entsprechend komplizierter und problematischer Prozess ist. Aus demselben Grund sind auch die Forscher gezwungen, die Substanz PET auf synthetischem Weg herzustellen.

Obwohl 'Radula' wahrscheinlich kein vollwertiger Konkurrent des Hanfs wird, der dieselbe Menge an Herzen und Fans auf der ganzen Welt gewinnen kann, bahnt sich das "Cannabis-Moos" bereits seinen Weg durch die medizinische Gemeinschaft, und es ist möglich, dass wir in der Szene der pflanzlichen Medizin und Wissenschaft noch viel darüber hören werden.

Quelle: leafly.com

Autor: Rae Lland