Rabatte von 10–22 % bei einem Einkauf über 60 EUR. Größerer Einkauf = größerer Rabatt.

Wirkungen von medizinischem Cannabis bei Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS)

  • Wissenschaftler lesen Internetforen, um mehr über Patienten zu erfahren, die versuchen, ihre ADHS durch Cannabis selbst zu behandeln

Wie es aussieht, ist einer der ersten Schritte zu einer besseren Erforschung der Therapie von Hyperaktivitätsstörungen mit Hilfe von medizinischem Cannabis die Aktivität von Forschern der Duke-Universität in Internetforen.

Forschung beginnt selten im Labor, sondern wird eher durch eine Situation oder eine Geschichte angeregt, die uns zum Nachfragen bringt. Bevor wir uns also darüber lustig machen, dass diese Forscher ihre Daten für Studien aus Internetforen sammeln, ist es gut zu verstehen: Warum würden Wissenschaftler ADHS-Behandlung und Cannabis verbinden, wenn es keine neugierigen Experimentatoren gäbe, die erfolgreich eine Heimbehandlung versuchen?

„Eines der Hauptziele dieser Studie war es, systematisch die von Patienten und Betreuern am häufigsten genutzten Informationsportale zu charakterisieren, auf denen sie ihre Meinungen und Erfahrungen teilen: Das Internet", erklären die Wissenschaftler. „Etwa 72% der Erwachsenen und 84% der Jugendlichen suchen Gesundheitsinformationen im Internet."

Derzeit gibt es keine offiziellen Studien oder klinischen Untersuchungen zur Behandlung von ADHS mit medizinischem Cannabis. Die einzigen verfügbaren Daten stammen aus Studien, die Cannabis als problematisch betrachten. Diese Studien befassten sich nur mit der Beziehung zwischen Cannabis-Störung und dem Auftreten von Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung.

Hyperaktivität und Cannabis

Diesen Analysen von Internetforen fehlen zwar wesentliche demografische Daten und empirische Wirksamkeitsbeweise, dennoch haben sie die Frage aufgeworfen: Ist es möglich, dass Cannabis bei ADHS eine positive Wirkung haben kann?

Aus insgesamt 401 Beiträgen, die aus 258 relevanten Diskussionen ausgewählt wurden, schlossen die Wissenschaftler Folgendes:

  • 25% der Beiträge deuten darauf hin, dass Cannabis bei ADHS therapeutisch wirkt
  • 8% deuten darauf hin, dass Cannabis schaden könnte
  • 2% der Beiträge behaupten, dass Cannabis keine Auswirkungen auf ADHS hat

Die Wissenschaftler erinnern jedoch daran, dass in bestimmten Internetforen die Perspektive der Nutzer durch eine "Pro-Cannabis-Stimmung" verzerrt sein kann, trotzdem gibt es eine solide Grundlage an inoffiziellen Informationen, die auf das Potenzial dieser Pflanze und ihre positive Wirkung auf ADHS hinweisen.

Internet, Quelle der Informationen

Was diese qualitative Analyse zu einem interessanten Stück wissenschaftlicher Literatur macht, ist der Ursprung der Daten. Diese Studie ist ein Beispiel dafür, dass:

  • Die Meinungen und Geschichten, die Menschen im Internet teilen, einen realen Einfluss auf den wissenschaftlichen Ansatz zu Cannabis und die öffentliche Meinung haben
  • Viele Patienten immer noch gezwungen sind, Informationen aus ungeprüften Daten zu suchen, die nur im Internet verfügbar sind

„Ja, es stimmt, dass bei psychischer Gesundheit die meisten Menschen es vorziehen, online nach Informationen zu suchen, anstatt von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren", erklären die Wissenschaftler. „Diese Internetforen bieten Patienten Raum für soziale Interaktion, wo sie ihre Erfahrungen und Probleme ohne Filter oder Verstellung teilen können, was sie für die Wissenschaft zu einer hervorragenden Informationsquelle macht, die uns helfen kann, besser zu verstehen, was Patienten und Betreuer bei ADHS durchmachen."

Wenn Sie zum Beispiel die Cannabis-Sortendatenbank auf Leafly betrachten, wo es unzählige Kommentare und Erfahrungen von Nutzern mit verschiedenen Sorten und deren Anwendungen gegen ADHS gibt, wird Ihnen klar, welch mächtige Datenbasis das Internet wirklich ist, und es ist nicht verwunderlich, dass auch Wissenschaftler es in Betracht ziehen.

Es gibt jedoch noch viele unbeantwortete Fragen. Wie kann Cannabis neuronale Verbindungen beeinflussen und so positiv oder negativ auf diejenigen wirken, die mit der Entwicklung von ADHS in Verbindung gebracht werden? Wie könnte eine Cannabis-Alternative die problematische Behandlung mit Stimulanzien beeinflussen? Viele Fragen, wenig Forschung. Die Analyse von Internetforen ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.

Autor: Bailey Rahn

Übersetzung: Filip Maral

Quelle: leafly.com

Bilder: cdns countercurrentnews