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Weißes Hanf und Albinos unter den Pflanzen

  • Es kommt gelegentlich vor, dass eine albinistische Hanfpflanze entsteht
  • Albinismus ist bei Pflanzen ein seltenes, aber nicht unerhörtes Phänomen. Es gibt dabei eine Vielzahl potenzieller Ursachen
  • Es gibt viele Theorien und Spekulationen über die Ursache von Albinismus bei Pflanzen

Albinismus bei Pflanzen

Albinismus ist eine sehr seltsame Erscheinung, besonders bei Pflanzen. Wie die meisten von uns wissen, produzieren Pflanzen Energie aus Sonnenlicht. Die grüne Farbe bei Pflanzen wird durch das Pigment Chlorophyll verursacht. Dieses Pigment gibt Pflanzen nicht nur ihre typisch grüne Färbung, sondern ist auch lebenswichtig für das Überleben der Pflanze.

Chlorophyll kann spezifische Wellenlängen absorbieren, die die Pflanze benötigt (von ultraviolettem Blau bis Rot), wobei der Rest des unnötigen Lichts von der Pflanze reflektiert wird - deshalb sehen wir das reflektierte Licht als grüne Blattfarbe. Als Ergebnis absorbiert die Pflanze das gesamte benötigte Licht und konvertiert die resultierende Energie in Zucker, die sie anschließend für weiteres Wachstum verwendet - also die bekannte Photosynthese.

Albinos haben kein Chlorophyll. Das bedeutet, dass ihnen das Pigment fehlt, um Licht in Energie umzuwandeln.

Einfach gesagt, albinistische Pflanzen verlieren im Wesentlichen die Fähigkeit, auf Licht auf die richtige Weise zu reagieren und sind sozusagen ständig im Dunkeln. Infolgedessen sterben die meisten solcher Pflanzen, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen.

Derzeit sind zwei potenzielle Ursachen bekannt, warum Pflanzen zu Albinos werden:

1. Genetik

Wie bei Menschen ist Albinismus bei Pflanzen ein sehr seltenes Phänomen. Albinismus ist ein rezessives genetisches Merkmal von Pflanzen, das sie letztendlich schwächt. Einige Pflanzen können bereits im Setzlingsstadium Anzeichen von Albinismus aufweisen.

Um jedoch als Albino zu gelten, muss die Pflanze nicht vollständig weiß sein. Einige Pflanzen können Anzeichen von Albinismus nur in bestimmten Körperteilen oder an einigen Blättern zeigen, was durch Genetik oder Umweltfaktoren ausgelöst werden kann.

Interessanterweise können einige Pflanzen als Albinos relativ problemlos überleben - zum Beispiel Sequoias an der Küste Nordkaliforniens, die ohne Photosynthese überleben.

Zur Überraschung der Forscher verwenden diese Bäume eine parasitäre Überlebensstrategie - sie verbinden ihre Wurzeln mit denen ihrer Eltern und ernähren sich von deren Mikroelementen. Albinische Sequoias überleben auf diese Weise, ihre Struktur und Gesamtgesundheit ist jedoch schlechter als bei ihren "normalen" Gegenstücken. Derzeit untersuchen Wissenschaftler (rein aus Neugier) Möglichkeiten, das lebenslange Überleben von albinischen Hanfpflanzen zu ermöglichen.

Was im Hanf einen albinistischen Ausdruck auslösen kann, ist auch der Prozess der Hybridisierung verschiedener Genetiken. In einigen Fällen sind bestimmte "überzüchtete" Genetiken anfälliger für Albinismus.

2. Ausbleichung durch Licht

Lichtausbleichung ist im Vergleich zum Albinismus ein viel häufigeres Phänomen. Einige Sorten sind dabei anfälliger für Ausbleichung als andere. Am häufigsten tritt Ausbleichung bei Pflanzenteilen auf, die sehr nahe an einer Lichtquelle sind. Bei der Kultivierung lohnt es sich, auf dieses Symptom zu achten, da ausgebleichte Pflanzenteile die Fähigkeit zur Photosynthese und damit zum Wachstum verlieren.

albín konopí

Ist weißer Hanf qualitativ hochwertig?

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, ist Ihnen wahrscheinlich klar, dass die Antwort einfach "nein" ist. Weiße Pflanzen sind nicht in der Lage, die gleiche Energiemenge zu produzieren wie grüne, violette oder rote Pflanzen. Sie können weißen Pflanzen zwar mehr Nährstoffe zuführen, werden aber nie die gleichen Ergebnisse wie bei Pflanzen erzielen, die zur normalen Photosynthese fähig sind.

Was tun, wenn Pflanzen ausbleichen und weiß werden

Egal ob die Ausbleichung durch Beleuchtung oder einen genetischen Defekt verursacht wird, gibt es einige Möglichkeiten, aus der Pflanze das Beste herauszuholen.

Sehr frühe Forschungen zu diesem Thema zeigen, dass den Pflanzen durch zusätzliche Zuckerzufuhr geholfen werden kann. Dennoch kann das Wachstum abnormal und der Ertrag erheblich eingeschränkt sein. Ohne zusätzliche Zucker sterben die meisten albinistischen Pflanzen.

Wenn die Ausbleichung nur an einigen Pflanzenteilen auftritt, müssen Sie nicht aufgeben und können die Düngung erhöhen, was in den meisten Fällen die Pflanze am Leben erhält, bis zum Ende und in der Lage ist, zumindest einen gewissen Ertrag zu produzieren.

Wenn die Ausbleichung jedoch durch Beleuchtung verursacht wird, ist der erste Schritt die Erhöhung des Abstands zwischen Licht und Pflanzen. In begrenzten Räumen könnte die Lösung das Umschalten auf LED-Lampen mit geringerer Wattzahl sein.

Wenn ein Albino bereits im Setzlingsstadium auftritt, ist die beste Lösung eine unbarmherzige Wachstumsbeendigung. Albinistischer Hanf ist nicht in der Lage, eine qualitativ hochwertige Medizin mit ausgewogenem und damit heilsamem Cannabinoidgehalt zu produzieren.

Autor: Delilah Butterfield

Übersetzung: Filip Maral

Quelle: herb.co

Bilder: imgur growweedeasy

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