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Unterschiede zwischen der Wirkung von Marihuanakonsum auf das Gehirn (Mit und ohne Nikotin)

  • Eine der absolut häufigsten Methoden zur Anwendung von medizinischem Cannabis ist das Rauchen von Joints
  • Cannabis-Zigaretten bereiten Patienten und insbesondere Freizeitnutzer meist mit zusätzlichem Tabak zu
  • Wie wird jedoch durch die Zugabe von Tabak und somit Nikotin der medizinische Effekt der Marihuana-Anwendung beeinflusst?

Genau diese Frage stand kürzlich im Fokus von Forschern der Universität Texas in Dallas. Insgesamt versuchten die Wissenschaftler, drei wesentliche Wissenslücken zu beantworten – welche Auswirkungen das Rauchen von medizinischem Cannabis, Cannabis mit Nikotin und Nikotin allein auf das Gehirn hat.

Vorherige Studien haben bereits gezeigt, dass das Rauchen von Zigaretten und somit Nikotin in vielen Fällen ein "Einfallstor" für Nutzer sein kann, die sie anschließend zum Marihuana-Konsum führen. Die folgenden Studien konzentrierten sich auf die Beobachtung von Mäusen, denen die Inhalation von reinem THC, reinem Nikotin oder beidem zur Auswahl stand. Mäuse, die zunächst THC konsumierten, wandten sich auch dem Nikotin zu. Diese Verbindung, die auch in die entgegengesetzte Richtung gilt, wurde beispielsweise bei Mäusen, denen Drogen wie Heroin oder Kokain verabreicht wurden, nicht beobachtet. Nach bisherigen Ergebnissen scheint es, dass zwischen THC und Nikotin möglicherweise eine einzigartige Beziehung besteht.

"Die meisten aktuellen Studien konzentrieren sich entweder auf die Verwendung von Nikotin oder Cannabis. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer wendet jedoch beide Substanzen gleichzeitig an, was statistisch nachweisbar ist. Es liegt nahe, dass wir die Auswirkungen der Anwendung von Cannabis mit Nikotin und dessen Einfluss auf das Gehirn genauer und tiefgreifender untersuchen", erklärt Dr. Francesca M. Filbey, eine der Studienleiterinnen und Leiterin der Abteilung für Hirnforschung an der Universität Texas in Dallas. "Wesentlich war die Erkenntnis, dass wir über diese Beziehung bisher kritisch wenige Informationen haben."

Besonders interessant ist hier das völlig unterschiedliche Bild der Metriken zur Messung der Gehirnverbindungen bei Rauchern von reinem Cannabis im Vergleich zu jenen, die es mit Tabak konsumieren. "Dieser deutliche Unterschied treibt uns zu weiterer Forschung. Das ist sehr interessant", fügt Filbey hinzu.

Detaillierte MRT-Hirnscans wurden von allen untersuchten Subjekten in allen zwölf Hauptgehirnbereichen durchgeführt. Das Spektrum der Studienteilnehmer war wie folgt:

  1. 28 Nikotin-Konsumenten
  2. 53 Cannabis-Konsumenten
  3. 26 Cannabis- und Nikotin-Konsumenten
  4. 30 Abstinente

Zunächst wurde festgestellt, dass die Gehirnkonnektivität bei denjenigen, die weder Cannabis noch Nikotin konsumieren, am höchsten ist. Interessanterweise ist die Gehirnkonnektivität bei Mischnutzern (Nikotin + Cannabis) höher als bei denjenigen, die entweder nur Zigaretten oder nur Marihuana rauchen. Es muss jedoch erwähnt werden, dass die Studie die Häufigkeit des Konsums oder übliche Dosen und daraus resultierende Unterschiede zwischen den einzelnen Subjekten nicht berücksichtigte.

Die Studie deutete den Forschern an, dass sich neuronale Verbindungen und Gehirnverhalten wesentlich unterscheiden, wenn man den Konsum von reinem Cannabis mit Cannabis und Tabak vergleicht. Diese Erkenntnisse könnten theoretisch auch zu einem besseren Verständnis der Abstinenz bei Personen führen, die Schwierigkeiten haben, Cannabis oder Zigaretten aufzugeben.