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UMFRAGE: Erhöht Cannabis die Arbeitssicherheit?

  • Neue Statistik weist auf 34% Rückgang der Arbeitsunfälle hin
  • Der Rückgang erfolgte nach der Legalisierung von Cannabis

Kürzlich wurde ein Bericht veröffentlicht, der all die Kritiker der Cannabis-Legalisierung etwas verwirrt hat.

Staaten, in denen Cannabis für medizinische oder Freizeitzwecke erlaubt wurde, beobachten nun einen drastischen Rückgang der Arbeitsunfälle von ganzen 34%. Gemessen wurde speziell die Zahl der Todesfälle bei Arbeitnehmern im Alter von 25 bis 44 Jahren. Der Grund?

Arbeitnehmer in Staaten, in denen medizinisches Cannabis erlaubt ist, sind weniger anfällig für übermäßigen Alkoholkonsum und die Einnahme verschiedener Schmerz- oder Antidepressiva.

Zusammenhänge zwischen Cannabis-Legalisierung und Arbeitsunfällen

Seit 1996 wurde in den USA Cannabis für medizinische, Freizeit- oder beide Zwecke zugelassen. Während der gesamten Zeit der schrittweisen Lockerung der Cannabis-Gesetze standen die Gesetzgeber einer starken Opposition gegenüber.

Die Opposition stützte sich dabei größtenteils auf Ansichten wie „Cannabis erhöht das Unfallrisiko und verschlechtert die Arbeitsleistung der Mitarbeiter".

Wie immer wurden wiederholt Argumente vorgebracht, dass Cannabis angeblich die kognitiven Fähigkeiten so sehr beeinträchtigt, dass Mitarbeiter sich undiszipliniert, unvorsichtig oder unbeholfen verhalten würden, was zu einer Verschlechterung der Arbeitsmoralität, Unfällen und schließlich sogar Todesfällen führen würde.

Interessanterweise ist die Zahl der Arbeitsunfälle umso niedriger, je länger Cannabis in einem bestimmten Staat legal ist.

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Die irreführende Logik der Opposition, die Cannabis seit langem als riskant betrachtet, führte sogar zu Möglichkeiten der Bestrafung von Cannabis-Nutzern durch Arbeitgeber.

Nehmen wir an, Sie haben im April etwas Cannabis konsumiert. Ein Standard-Drogentest könnte diese Aktivität noch am 1. Juni aufdecken. Im Gegensatz dazu besteht ein Wochenendtrinker den Drogentest oft sofort am Montag.

Nun, seit Beginn der schrittweisen Cannabis-Legalisierung sind etwa 23 Jahre vergangen, und wir können uns endlich ansehen, was die harten Daten uns zeigen.

Grundlegende Indikatoren sind in einer Studie aus dem Jahr 2018 zu finden, die im wissenschaftlichen Journal „Journal of Drug Policy" veröffentlicht wurde.

Die Forscher D. Mark Anderson, Daniel I. Rees und Erdal Tekin analysierten während dieser Untersuchung Daten aus allen fünfzig US-Staaten. Darüber hinaus umfassten die gesammelten Daten einen langen Zeitraum von 1992 bis 2015.

Der durchschnittliche Rückgang der Arbeitsunfälle bei Arbeitnehmern im Alter von 25 bis 44 Jahren liegt bei etwa 20%.

Im Laufe der Zeit stieg die prozentuale Senkung der Unfallrate jedoch auf 33,7%.

Diese Statistik ist nun verständlicherweise ein klarer Indikator dafür, dass Cannabis die Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen nicht nur nicht erhöht, sondern sie möglicherweise sogar direkt verhindert.

Wie dieser Rückgang zustande kommt, bleibt weiterhin Gegenstand der Forschung.

Legalisierung kommt jungen Arbeitnehmern am meisten zugute

In den USA sterben durchschnittlich 14 Arbeitnehmer täglich am Arbeitsplatz.

Am gefährlichsten sind traditionell Bauarbeiten, die für einen von fünf tödlichen Arbeitsunfällen verantwortlich sind. Dabei handelt es sich meist um Todesfälle durch Sturz, Treffer durch Objekte, elektrischen Schock oder Zerquetschung.

Interessanterweise wurde der größte Rückgang der Todesfälle bei jungen Arbeitnehmern beobachtet.

„Wir stellten fest, dass Änderungen der Gesetze zur Cannabis-Nutzung junge Arbeitnehmer am stärksten betreffen."

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Warum sinkt die Zahl der Unfälle nach der Cannabis-Legalisierung?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache – die Erlaubnis von Cannabis, sei es für medizinische oder Freizeitzwecke, reduziert die Zahl der Arbeitsunfälle.

Was jedoch hinter dem Mechanismus dieser Reduzierung steht, ist den Forschern noch nicht ganz klar.

„Bisher konnten wir nicht genau identifizieren, wie die Erlaubnis von Cannabis in der Lage ist, die Zahl der Unfälle zu reduzieren", erklärt Anderson in einem Interview. „Letztendlich können wir nur spekulieren."

Es gibt jedoch eine Spekulation, die ziemlich sinnvoll erscheint. Es ist durchaus möglich, dass bisherige Benutzer anderer legaler Drogen diese einfach durch Cannabis ersetzt haben.

Weniger problematischer Alkoholkonsum

Eine frühere Studie des gleichen Forscherteams weist auf eine 5%ige Reduzierung des Alkoholkonsums in Staaten hin, in denen Cannabis legalisiert wurde.

In einer anderen Studie wurde die Legalisierung mit einer Senkung der Verkehrsunfälle in Verbindung gebracht. Verkehrsunfälle bilden naturgemäß einen großen Teil der Statistiken zu Arbeitsunfällen.

Darüber hinaus wird die Cannabis-Legalisierung auch mit einem Rückgang der Selbstmordrate bei Jugendlichen in Verbindung gebracht. Dieser Rückgang kann theoretisch wieder mit einer Reduzierung des Alkoholkonsums in Zusammenhang gebracht werden.

Cannabis als bessere Hilfe gegen Schmerzen

Medizinisches Cannabis und seine Legalisierung werden zudem mit einem Rückgang von 20 bis 30% bei Todesfällen durch Opiat-Überdosierungen in Verbindung gebracht.

Diese Statistik ist im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen besonders interessant.

Die Studie des bereits erwähnten Forscherteams beobachtete die höchste Senkung der Sterblichkeitsrate in Staaten, in denen chronische Schmerzen eine qualifizierende Bedingung für eine ärztliche Cannabis-Verschreibung waren.

Weitere Forschung ist erforderlich

Die Forscher erwähnen schließlich, dass für eine endgültige Meinungsbildung und definitive Beschreibung dieser Problematik weitere, gründliche Untersuchungen erforderlich sind.

„Weitere Untersuchungen zu dieser Thematik sind notwendig. Wir müssen feststellen, ob der Anstieg des Cannabis-Konsums und der Rückgang der Arbeitsunfälle mit einer Reduzierung des Konsums von bewusstseinsbeschädigenden legalen Substanzen in Verbindung steht. Wir sprechen natürlich von Alkohol und legalen pharmazeutischen Opioiden."

Es besteht weiterhin ein Bedarf an einer gründlichen Beschreibung der Mechanismen von Arbeitsunfällen und medizinischem Cannabis.

Allerdings ist die alte bekannte Befürchtung, dass die Cannabis-Nutzung die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer direkt gefährdet, mit ziemlicher Sicherheit beseitigt.

Autor: Emily Earlenbaugh

Quelle: Earlenbaugh, Emily. "Workplace Deaths Fell 34% After Medical Cannabis Legalization." Leafly, 29 May 2019, www.leafly.com/news/politics/workplace-deaths-fell-34-after-medical-cannabis-legalization.

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