Medizinisches Cannabis gegen CINV - Chemotherapie-induzierte Übelkeit
- CINV – Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie
- Sowohl synthetische als auch natürliche medizinische Cannabinoide wirken nachweislich gegen CINV
- Medizinisches Cannabis hat im Vergleich zu Medikamenten vor allem weniger Nebenwirkungen
Als in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts Gesetze zur Cannabisbehandlung in Kraft traten, ging es hauptsächlich um den Schutz von Krebspatienten. Medizinisches Cannabis wurde bereits damals von vielen Patienten genutzt, die eine Chemotherapie durchmachten, die in den meisten Fällen unerträgliche Übelkeit und Erbrechen verursacht.
Die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis gegen Übelkeit wurde damals nur durch inoffizielle Patientenberichte belegt, heute können wir jedoch offizielle Studien und deren Erkenntnisse betrachten, wie medizinische Cannabinoide gegen Übelkeit wirken.
Übelkeit verursacht durch Chemotherapie, CINV
„Absolut verheerend." So beschreiben Patienten meist die Auswirkungen der Chemotherapie, die sogenannte Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting – CINV). Hierbei handelt es sich nicht um gewöhnliche Übelkeit, sondern um heftige und ausgedehnte Übelkeit, die etwa 6-24 Stunden nach der Chemotherapie auftritt.
Normalerweise werden zur Minimierung dieser Nebenwirkung klassische pharmazeutische Antiemetika verwendet. Ärzte versuchen mit unterschiedlichem Erfolg, Kortikosteroide wie Dexamethason, verschiedene Antihistaminika und sogar Antidepressiva zu verschreiben.
Wie sollte man jedoch vorgehen, wenn all diese Medikamente versagen? Eine solche Situation ist keineswegs selten, und Ärzte sehen sich mit Patientenfragen konfrontiert, bei denen die Medikamente nicht nur nicht helfen, sondern nach Meinung vieler zusätzlich Lethargie, Benommenheit oder sogar Wahnvorstellungen verursachen.
Mit medizinischen Cannabinoiden beginnt sich dies jedoch zu ändern. Es zeigte sich, dass synthetische Cannabinoide wie Dronabinol oder Nabilon gut gegen CINV wirken (nicht zu verwechseln mit synthetischem Cannabis wie dem berüchtigten K2 oder Spice). Es handelt sich konkret um leicht modifizierte, synthetisch hergestellte Moleküle des THC-Cannabinoids, die derzeit für die CINV-Behandlung zugelassen sind.
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