Marihuana: Welche Strafen gibt es auf der Welt?
Sicherlich träumen viele davon, dass eines Tages das Gesetz geändert wird und Marihuana eine legale Angelegenheit wird. Schon allein deshalb, weil es vielen Menschen bei der Behandlung von Krankheiten helfen würde und sie es nicht schwarz kaufen müssten, wie es leider oft der Fall ist.
Die Gegenwart sieht jedoch so aus, dass Marihuana kriminalisiert ist und man manchmal wirklich extreme Strafen für den Besitz und Umgang damit sehen kann. In diesem Artikel werden wir uns einige Länder und deren Strafgesetze ansehen und anhand einiger Beispiele aufzeigen, was Menschen passiert ist, die dortige Gesetze nicht eingehalten haben.
Marihuana in Thailand
Thailand sieht auf den ersten Blick sehr einladend aus und ist oft ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Verlockend sind nicht nur Kultur und Sehenswürdigkeiten, sondern auch die freundliche Art der Thailänder. Neben all diesen Positiva hat es jedoch auch eine Schattenseite, nämlich den immer blühender werdenden Drogenhandel, in den man sich verwickeln kann und der wirklich große Probleme bereiten kann.
Marihuana ist in der Hauptstadt Bangkok und in verschiedenen Touristenorten relativ leicht zu bekommen. Dies nutzen nicht nur Touristen, sondern immer häufiger auch wohlhabendere thailändische Jugendliche. Es ist jedoch ein großes Risiko, da die lokalen Gesetze wirklich hart sind. Für Drogenhandel drohen 50 Jahre Gefängnis oder die Todesstrafe. Zu den Menschen, die hier aufgrund ihrer Verantwortungslosigkeit zu Schaden kamen, gehören auch einige Tschechen. Für Thailand ist auch Korruption keine große Unbekannte und Recht zu bekommen ist oft über menschliche Kräfte hinaus.
• Marihuana-Betrug
Was kann man hier erleben? Ein häufiges Beispiel ist der sogenannte Marihuana-Betrug. In Touristenorten wie Phuket (auf der Insel Ko Samui) können Sie folgendes Szenario erleben: Ein Tourist schließt mit einem Barkeeper einen Deal ab, bei dem er eine bestimmte Menge Marihuana kauft. Und was folgt? Der Barkeeper informiert sofort die Polizei, mit der er den Gewinn teilt.
Der Tourist wird zu einer "Drogenbehandlungsstation" gebracht, wo er nach thailändischem Recht etwa 6 Wochen verbringt. Dass er zu Hause Verpflichtungen wie Familie, Arbeit und mehr hat, interessiert niemanden. Wenn der Tourist jedoch wohlhabend ist, hat er die Möglichkeit, vorzeitig entlassen zu werden. Geschickte Anwaltskanzleien helfen, denen man etwa 4000 Euro (umgerechnet also etwa 100.000 tschechische Kronen) zahlt. Dieses Geld teilen sich die Anwaltskanzlei und die Polizei zur Hälfte.
• Thailändische Gefängnisse
Die Bedingungen in thailändischen Gefängnissen sind absolut erschreckend. Nicht nur, dass die Gefangenen wenig Essen bekommen, die Hygiene ist stark unzureichend, sondern sie werden manchmal auch psychisch und physisch misshandelt. Wenn ein Gefangener zusätzlich erkrankt, setzt er sich der Todesbedrohung aus. Die Medikamente muss er selbst bezahlen und der Wärter muss sie ihm beschaffen. Wenn seine finanzielle Situation dies nicht zulässt, hat er Pech. Ganz zu schweigen von der Größe der Zellen und der Anzahl der Insassen. Normalerweise trifft man auf zwanzig Gefangene in einem Raum so groß wie ein kleines Wohnzimmer. Die Vorstellung ist schrecklich. Und Schlafen unter menschenwürdigen Bedingungen? Darauf können Sie ebenfalls vergessen. Als Bett dient der kalte Betonboden.
Wenn jemand Krätze oder eine andere ansteckende Krankheit bekommt, sind innerhalb kurzer Zeit die meisten infiziert. Man kann sich auch in Einzelhaft mit Handschellen wiederfinden, ich spreche von einer Zelle in Körpergröße. Statt einer Toilette ein Loch und ein Waschbecken voller rostigen Wassers.

