Rabatte von 10–22 % bei einem Einkauf über 60 EUR. Größerer Einkauf = größerer Rabatt.

Marihuana und „Spice" können Anfälle auslösen, besagt eine Studie

  • Eine Forschung in Japan untersuchte den Einfluss hoher Dosen von THC und JWH-018 auf Mäuse.
  • Es wurde bestätigt, dass beide Verbindungen Anfälle auslösen.

Während mehrere Studien darauf hindeuten, dass Marihuana bei der Reduzierung von Anfällen wirksam sein kann, warnt eine neue Forschung, dass starke und synthetische Formen der Droge den gegenteiligen Effekt haben.

Forscher der Universität Tsukuba in Japan stellten fest, dass das natürliche Tetrahydrocannabinol (THC) – die psychoaktive chemische Substanz in Marihuana – und das synthetische Cannabinoid JWH-018 Anfälle bei Mäusen verursachten.

Die Leiterin der Studie, Olga Malyshevskaya, und Kollegen sagen, dass ihre Ergebnisse – veröffentlicht im Scientific Reports – als öffentliche Warnung vor potenziellen Schäden durch hochpotente und synthetische Marihuana dienen sollten.

Während Marihuana in den Vereinigten Staaten weiterhin die am häufigsten verwendete Droge bleibt, wird sie in einzelnen Bundesstaaten zunehmend für medizinische, Freizeitzwecke oder beides legalisiert.

Neue Studie des Teams von Olga Malyshevskaya

Die Forschung ergab auch, dass Anfälle durch JWH-018 ausgelöst werden können, ein künstliches Cannabinoid, das Hauptbestandteil des als "Spice" bekannten synthetischen Marihuanas ist. Die Studie deutet darauf hin, dass die allgemeine Verwendung von hochpotenter Marihuana – also Marihuana mit hohem THC-Gehalt – tatsächlich Anfälle auslösen kann.

Höhere Anfallshäufigkeit bei JWH-018

Die Wissenschaftler kamen zu ihren Schlussfolgerungen durch die Analyse der Hirnaktivität männlicher Mäuse nach Verabreichung von THC oder JWH-018.

THC wurde den Nagetieren in Dosen von 10 Milligramm pro Kilogramm (etwa äquivalent zu 0,8 Milligramm pro Kilogramm beim Menschen) und JWH-018 in Dosen von 2,5 Milligramm pro Kilogramm (etwa äquivalent zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm beim Menschen) verabreicht.

Das Team implantierte Elektroenzephalographie (EEG) und Elektromyographie-Elektroden in die Gehirne der Mäuse, um jegliche mit Anfällen verbundene elektrische Aktivität als Reaktion auf die Verbindungen zu überwachen.

Das Bewegungs- und Verhalten der Nagetiere wurde ebenfalls per Videoaufzeichnung verfolgt.

Die Studie zeigte, dass die Mäuse kurz nach Verabreichung sowohl von THC als auch von JWH-018 Anfälle erlitten, wobei die Anfallshäufigkeit bei JWH-018 signifikant höher war.

Die mit Anfällen verbundene Hirnaktivität hielt 4 Stunden nach Verabreichung jeder Verbindung an, so das Team, kehrte aber bis zum nächsten Tag zur Normalität zurück.

Interessanterweise stellten die Forscher fest, dass eine vorherige Behandlung der Mäuse mit AM-251 – einer Verbindung, die an Cannabinoid-Rezeptoren 1 bindet – Anfälle als Reaktion auf THC und JWH-018 verhinderte.

Das Team schlägt vor, dass Cannabinoid-Rezeptor-Antagonisten nützlich zur Prävention von Anfällen im Falle einer Marihuana-Überdosis sein könnten.

Studie warnt vor möglichen Gefahren

Die Forscher sagen, ihre Ergebnisse liefern "starke Beweise", dass pflanzliche und synthetische Cannabinoide das Potenzial haben, Anfälle auszulösen.

Das Team betont, dass die verwendeten THC- und JWH-018-Dosen hoch waren und möglicherweise nicht den Dosen entsprechen, die beim Menschen bei Freizeit- oder medizinischer Nutzung üblich sind.

Trotzdem glauben sie, dass ihre Ergebnisse als Warnung vor potenziellen Gefahren von Cannabinoiden, insbesondere synthetischem Marihuana, betrachtet werden sollten.

„Unsere Studie ist sehr wichtig, da wir uns der Wirkung von Cannabinoiden nicht bewusst sind. Menschen sehen Marihuana als weiche Droge ohne gefährliche Gesundheitsauswirkungen."