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Kann medizinisches Cannabis helfen, die Opioidepademie einzudämmen?

Die Rate der Opiatvorschriften ist auch heute noch, wo wir ihre negativen Nebenwirkungen kennen, sehr hoch. Gibt es eine effektive Alternative zu diesen starken Medikamenten? Könnte medizinisches Marihuana eine Alternative zu Opiaten sein?

Studienergebnisse besagen, dass ein Ersatz von Opiaten möglich ist

Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Zugang zu medizinischem Marihuana den Bedarf an Opiaten reduzieren kann, da Patienten zugeben, dass sie zur Schmerzlinderung lieber Cannabis als Medikamente verwenden.

„Es gibt substanzielle Beweise, dass Marihuana Schmerzen ohne Abhängigkeitsrisiko lindern kann - im Gegensatz zu Opiaten und praktisch ohne Überdosierungsrisiko", sagte der Studienleiter Hefei Wen, stellvertretender Assistenzprofessor für Gesundheitsmanagement und -politik an der Universität Kentucky, Fachbereich Public Health in Lexington, Kentucky.

In einer der Studien analysierten Wen und sein Kollege Jason M. Hockenberry die Opioid-Verschreibungsraten zwischen 2011 und 2016 für Medicaid-Versicherte - eine Bevölkerungsgruppe mit relativ hohem Risiko für chronische Schmerzen und Opioidabhängigkeit.

Sie stellten fest, dass die Opioid-Verschreibungsrate in Staaten, die medizinisches Marihuana legalisiert haben, durchschnittlich um 5,9 Prozent pro Jahr sank.

Může léčebné konopí nahradit opiáty
Kann medizinisches Cannabis die Opiatbehandlung ersetzen?

Medizinisches Cannabis vs. Opiate

Studien zeigen, dass Cannabinoide - Substanzen in Cannabispflanzen - bei der Linderung bestimmter Schmerzarten wirksam sein können. Viele Patientenberichte deuten darauf hin, dass diejenigen, die mit medizinischem Marihuana gegen chronische Schmerzen behandelt werden, weniger Opioide benötigen. Dies wurde auch von Dr. Kevin Hill, Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School, der nicht an den Studien beteiligt war, bestätigt.

Verwendung von medizinischem Cannabis bei der Opiatbehandlung

Wie bereits erwähnt, werden Opiate bei der Schmerzlinderung immer noch häufig eingesetzt. Medizinisches Cannabis könnte diese Opiatnutzung jedoch erheblich reduzieren. Es kann auf 3 Arten oder in 3 Phasen in den Behandlungsprozess integriert werden:

  1. Einführung - nur bei Patienten, die noch keine Opiate eingenommen haben. Nach ärztlicher Abwägung wird medizinisches Cannabis als primäres Schmerzmittel eingesetzt. Patienten können so eine unnötige Entwicklung der Opiatabhängigkeit und die Gefahr einer Überdosierung vermeiden.

  2. Ergänzende Behandlung für Patienten, die bereits Opiate zur Linderung chronischer Schmerzen einnehmen. Auf diese Weise kann die Opioiddosis schrittweise reduziert, das Verlangen nach weiteren Dosen verringert und somit die mit der Opioidnutzung unvermeidlich verbundenen Risiken minimiert werden.

  3. Hilfe bei der Behandlung von Opiatabhängigkeit. Patienten, die ihre Abhängigkeit erkennen und Hilfe suchen, wird normalerweise Methadon oder Suboxone im Rahmen einer Ersatztherapie verabreicht. Mit diesem Entzugsregime kann medizinisches Cannabis kombiniert werden, das Patienten besonders beim Rückfall, also dem Moment der Willenschwäche und der Rückkehr zum Opiatkonsum, hilft.

Léčebné konopí by opiáty mohlo nahradit ve 3 fázích léčby
Medizinisches Cannabis könnte Opiate in 3 Phasen während der üblichen Opiatbehandlung oder sogar vor Beginn derselben ersetzen

Was ist der sogenannte Substitutionseffekt?

Der Substitutionseffekt ist ein Konzept, das sich mit der gegenseitigen Beeinflussung gleichzeitig konsumierter Drogen befasst. Das heißt, der Konsum einer Droge beeinflusst faktisch den Konsum einer anderen. Bei Rauschmitteln kann es aufgrund von wirtschaftlichen Gründen wie Preisänderungen, Gesetzgebung oder Veränderungen in der Droge selbst, zum Beispiel in ihrer Potenz, zu einer Änderung im Konsum kommen.

Wie entsteht Opiatabhängigkeit?

Opiate sind eine Art starker Schmerzmittel, einschließlich Medikamente wie OxyContin (Oxycodon) und Vicodin (Kombination aus Hydrocodon und Acetaminophen). Opioide binden an Opioidrezeptoren im Körper und verursachen Gefühle der Euphorie. Sie sind sehr süchtig machend und können zum Drogenmissbrauch, zu schwerwiegenden Komplikationen und zum Tod durch Überdosierung führen.

Die Wirkungsweise von Opiaten und Cannabis unterscheidet sich grundlegend. Cannabinoide verändern die Funktion der Cannabinoidrezeptoren des ECS nicht. Sie modulieren sie nur für eine bessere Leistung. Cannabis bekämpft Schmerzen also völlig anders als Opiate. Cannabinoide wirken zudem entzündungshemmend, was eine weitere Methode ist, wie sie die Schmerzempfindlichkeit und Empfindlichkeit des Nervensystems in betroffenen Bereichen reduzieren.

Návykovost opiátů představuje velký problém
Die Opiatsucht stellt ein großes Problem dar.

Cannabis ist kein Wundermittel!

Klinische Studien deuten bisher darauf hin, dass medizinisches Cannabis besonders bei der Linderung von chronischen Schmerzen, neuropathischen Schmerzen (Schmerzen durch Nervensystemschädigung) und bei unkontrollierbaren und kontinuierlichen Muskelkontraktionen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose wirksam ist.

Obwohl es scheinen mag, als gäbe es "nichts über Cannabis", ist es wichtig, objektiv und realistisch zu bleiben. Medizinisches Cannabis bietet eine enorme Menge unbestreitbarer therapeutischer Wirkungen, kann jedoch nicht als Allheilmittel betrachtet werden. Es ist definitiv nicht ratsam, die vom behandelnden Arzt und Spezialisten verschriebenen Standardmedikamente abzusetzen.

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