Entzugserscheinungen der Cannabisabhängigkeit
Langfristige Anwender von medizinischem Cannabis, insbesondere Personen mit chronischen Erkrankungen, können nach dem Absetzen von Cannabis das sogenannte Cannabis-Entzugssyndrom erleben. Wie zeigt sich das "Absetzungssyndrom"? Was sind die konkreten Entzugssymptome nach dem Absetzen von Cannabis und wie kann man damit umgehen? In diesem Artikel geben wir Ihnen Ratschläge.
Was werden Sie in diesem Artikel über Entzugssymptome erfahren?
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Wie äußert sich der Entzug nach dem Absetzen von Cannabis?
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Entstehung der Cannabisabhängigkeit
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Wie man die Abhängigkeit von Cannabis überwindet und deren Entstehung verhindert
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Wo man Hilfe bei Abhängigkeit finden kann

Psyche spielt beim Überwinden der Cannabisabhängigkeit eine sehr wichtige Rolle.
Wie äußert sich der Entzug nach dem Absetzen von Cannabis?
Entzugssymptome treten normalerweise zwei Tage nach dem Absetzen auf und können bis zu vier Wochen andauern. Am häufigsten werden die Entzugssymptome mit dem sogenannten DSM-5-Syndrom verglichen, der mit Koffeinentzug zusammenhängt.
Zu den häufigsten Entzugssymptomen nach dem Absetzen von Cannabis gehören:
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verminderter Appetit
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Stimmungsschwankungen, Depressionen und Angstzustände
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Reizbarkeit
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Kopfschmerzen und Konzentrationsverlust
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Schüttelfrost und Schwitzen
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und natürlich Verlangen nach Cannabis
Diese Symptome können von mild bis schwerwiegend variieren und unterscheiden sich von Person zu Person. Die Symptome müssen nicht schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein, sind aber oft sehr unangenehm.
Mit der zunehmenden weltweiten Popularität von medizinischem Cannabis und schrittweiser Legalisierung steigt auch die Zahl der Benutzer, die diese Pflanze täglich und in hohen Dosen konsumieren.
Diese Situation führt auch zu einer Zunahme der registrierten Fälle derjenigen, die nach dem Absetzen eben diese negativen Gefühle des Entzugs verspüren.

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Entzugssymptomen nach dem Absetzen von Cannabis.
Entstehung der Cannabisabhängigkeit
Laut dem Nationalen Institut für Drogenmissbrauch (NIDA) und einer Studie aus dem Jahr 2015 kann man sagen, dass die Entzugssymptome beim Absetzen von Cannabis milder sind als die Symptome beim Absetzen von Opioiden oder Antidepressiva. Sie sind jedoch unangenehm genug, um Benutzer zum Nachdenken über die weitere Nutzung von Cannabis zu bringen.
Die Abhängigkeit entsteht in dem Moment, in dem die Rezeptoren des Endocannabinoidsystems (ECS), insbesondere CB1, eine Toleranz gegenüber THC entwickeln. In diesem Moment verspürt der Benutzer nicht mehr denselben Geisteszustand wie bei früherer Nutzung. Er erhöht also seine Cannabisdosis und gerät in einen Teufelskreis.
Je mehr Cannabis der Benutzer konsumiert, desto mehr hängt sein Gehirn von dieser THC-Zufuhr ab. Wenn er aufhört, muss sein Gehirn diese Information verarbeiten. Es tritt der Moment ein, in dem der Benutzer beginnt, physische und psychische Entzugserscheinungen zu verspüren. Kurz gesagt, er fühlt sich unwohl.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Symptome, so unangenehm sie auch sind, notwendig sind. Nur so kann der Körper die Abhängigkeit abbauen.

