Cannabis und THC im Blut am Steuer: Forschung & Studien
- Heute befassen wir uns mit einem sehr heiklen Thema - Autofahren unter Drogeneinfluss und insbesondere Cannabis, also THC. Der Artikel fasst bisherige Studien zu diesem Thema zusammen, die der langjährige Cannabis-Spezialist David Bienenstock zusammengestellt hat.
„Ich bin ein Reporter, der seit über 15 Jahren im Bereich Cannabis tätig ist. Ich kann sagen, dass ich bereits alles gesehen und gehört habe. Alle Vor- und Nachteile, die in der Legalisierungsdebatte immer wieder auftauchen.
In all der Zeit, in der ich die Einwände der Legalisierungsgegner mit Ruhe und vernünftigen, wahrhaftigen Argumenten entkräftet habe, gab es immer einen stichfesten Gegenargument, den man nicht einfach vom Tisch wischen kann: Was ist, wenn nach der Legalisierung von Cannabis eine Welle neuer Amateur-Nutzer ans Steuer geht und unter Einfluss fährt?
Natürlich werfen die Legalisierungsgegner regelmäßig weitere scheinbar stichhaltige Gegenargumente auf. Jedoch erfordert der Großteil davon nur ein bisschen investigative Anstrengung, um schnell zu erkennen, dass sie nicht wahr sind.
Cannabis ist keine Einstiegsdroge
Ein typisches Argument gegen die Legalisierung von Cannabis ist, dass der Cannabiskonsum ein Einstieg in die Welt härterer und gefährlicherer Drogen ist.
Bisherige Studien haben bereits unzählige Male bewiesen, dass der Cannabiskonsum schlichtweg keine Einstiegsdroge ist, keine Abhängigkeit erzeugt (im Verhältnis zu anderen Drogen, einschließlich Kaffee), keine Krebserkrankungen oder LungenSchäden verursacht und nicht zu einer Erhöhung gewalttätiger Verbrechen führt.
Cannabis ist natürlich keine absolut harmlose Droge. Wenn die Cannabispflanze ihre Nutzer in heroinsüchtige Krebspatienten verwandeln würde, hätten wir natürlich Grund zur Sorge. So oder so, heute haben wir einen echten Haufen offizieller Beweise dafür, dass solche Fälle einfach nicht passieren.
Wie sieht es jedoch mit THC im Blut und Autofahren unter Cannabiseinfluss aus?

Staaten mit legalem Cannabis: Anstieg von Fahrten unter Drogeneinfluss
Die gesamte Debatte wurde durch eine Statistik entfacht, die die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bundesstaat Colorado misst. Die Zahl der Verkehrstoten in Verbindung mit Fahrern unter Cannabiseinfluss ist hier rapide gestiegen.
Ist die Legalisierung wirklich schuld?
Darüber ist sich offensichtlich niemand so sicher. Selbst Artikel, die über dieses Problem berichten, erwähnen oft, dass ‚die Behörden nicht bestätigen können, dass die Legalisierung von Cannabis für die erhöhte Anzahl von Todesfällen verantwortlich ist.'
Warum zögern hier die Behörden, die Cannabis normalerweise für eine Vielzahl negativer Folgen verantwortlich machen? Und was meinen die Zeitungsartikel mit der Verbindung von Cannabis zu diesen Unfällen?
Alles hängt von der Drogenpolitik in den USA ab. In einem Bericht der Rocky Mountain High Intensity Drug Task Force können Sie nachlesen, dass ‚Fälle in Verbindung mit Marihuana' nicht unbedingt bedeuten, dass Marihuana oder medizinisches Cannabis direkte Verursacher des Unfalls sind. Es bedeutet nur, dass THC im toxikologischen Bericht des Falles auftauchte.
Das bedeutet, dass wenn das Opfer beispielsweise eine Woche vor dem Tod ein paar Züge aus einem Joint genommen hat, sein Tod automatisch in die Kategorie ‚in Verbindung mit Cannabis/Marihuana' fällt.
THC im Blut und Autofahren: Fakten und Statistiken
Bevor wir uns in die verwirrende Wissenschaft des Fahrens unter Cannabiseinfluss vertiefen, ist es wichtig, eine grundlegende Tatsache zu erwähnen: Das Führen eines Fahrzeugs unter Einfluss einer legalen oder illegalen Droge ist unverantwortlich und eine Straftat.
"Im Vergleich zu nüchternen Fahrern haben Fahrer unter THC-Einfluss eine um 5 % höhere Chance auf einen Unfall. Darüber hinaus haben Fahrer unter Alkoholeinfluss über dem Durchschnittslimit (0,08 Promille) eine um 225 % erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit."

Wenn die Presse also fragt "Kann die Legalisierung von Cannabis den Anstieg von Verkehrsunfällen verursachen?", handelt es sich sofort um eine gewisse Art von dysfunktionaler und cannabisfeindlich ausgerichteter Frage. Schließlich behauptet niemand, dass die Legalisierung von Alkohol für Verkehrsunfälle verantwortlich ist, oder? Im Fall von Alkohol wird zu Recht der betrunkene Fahrer vor Gericht und in der Öffentlichkeit verurteilt.
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