Alternative Behandlung von Hautkrebs mit Hanf; CBD-Salbe (Studie 2019)
Cannabinoide und Hautkrebs: Der Stand der wissenschaftlichen Forschung
Hautkrebs stellt mit weltweit etwa 2 bis 3 Millionen jährlich diagnostizierten Neuerkrankungen eine bedeutende medizinische Herausforderung dar. Angesichts konventioneller Behandlungen, die mitunter belastend und kostspielig sind, wächst das wissenschaftliche Interesse an den theoretischen Eigenschaften von Cannabinoiden aus Cannabis-Sammlersamen stetig.
Aktuelle Forschungen untersuchen, wie Verbindungen wie CBD, THC und andere im genetischen Material von Cannabis vorhandene Cannabinoide theoretisch mit den an Hauterkrankungen beteiligten zellulären Mechanismen interagieren könnten.
Klassifikation und Erkennung von Hautkrebsarten
Die Medizin unterscheidet drei Hauptkategorien von Hautkrebs: das Basalzellkarzinom, das Plattenepithelkarzinom und das Melanom. Die ersten beiden Typen machen die Mehrheit der diagnostizierten Fälle aus, während das Melanom, obwohl seltener, für 75% der hautkrebsbedingten Todesfälle verantwortlich bleibt.
Die Exposition gegenüber UV-Strahlung stellt den wichtigsten Risikofaktor dar, da sie Mutationen der zellulären DNA verursachen kann. Personen mit geringer Melaninkonzentration (heller Hauttyp) erweisen sich als besonders gefährdet.
Erkennungsmerkmale des Basalzellkarzinoms
- Glatte, feste Oberflächen mit blassem oder gelblichem, narbenähnlichem Erscheinungsbild
- Erhabene rötliche Flecken, gelegentlich juckend
- Glänzende Knoten in rosa oder roter Farbe, die bläuliche oder schwärzliche Nuancen aufweisen können
- Rosafarbene Läsionen mit erhabenen Rändern und abnormer Gefäßbildung in der Mitte
- Offene Wunden, die sich der Heilung widersetzen
Anzeichen des Plattenepithelkarzinoms
- Raue, schuppige rote Flecken, gelegentlich verkrustet und blutend
- Vorstehende Knoten, teilweise in der Mitte eingesunken
- Warzenartige Wucherungen
- Anhaltende oder nach scheinbarer Abheilung wiederkehrende Geschwüre
Merkmale des Melanoms
- Asymmetrie: Unterschied zwischen den beiden Hälften der Läsion
- Ränder: unregelmäßige, gezackte oder unscharfe Konturen
- Farbe: uneinheitliche Pigmentierung mit Farbschwankungen
- Entwicklung: fortschreitende Veränderung von Aussehen, Größe und Farbe
Das Endocannabinoidsystem und die Haut: theoretische Grundlagen
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen das Vorhandensein von Endocannabinoid-Rezeptoren in sämtlichen Hautstrukturen, von den Nervenenden der Haarfollikel bis zur Epidermis. Diese anatomische Verteilung deutet auf eine potenzielle Rolle der Cannabinoide in der Hautphysiologie hin.
Michael Backes, Pionier der Cannabinoidforschung und Autor von „Cannabis Pharmacy", betont diese allgegenwärtige Präsenz von Endocannabinoid-Rezeptoren im Hautgewebe, was theoretische Perspektiven für die Interaktion mit den in Cannabis-Sammlersamen enthaltenen Verbindungen eröffnet.
Wissenschaftliche Studien zu Cannabinoiden und Krebszellen
Europäische Untersuchungen haben die entscheidende Rolle des Endocannabinoidsystems bei den mit Melanomen verbundenen Mechanismen aufgezeigt. Eine bemerkenswerte Studie zeigte die theoretische Fähigkeit von THC, in vitro Apoptose - also den programmierten Zelltod - von Krebszellen auszulösen.
Ergänzende, auf NCBI veröffentlichte Forschungen bestätigten diese Beobachtungen an Mausmodellen, diesmal unter Verwendung einer synergetischen Kombination aus THC und CBD aus dem genetischen Erbe von Cannabis.
Das Potenzial von CBG und anderen Nebencannabinoiden
Eine im British Journal of Pharmacology veröffentlichte Studie untersuchte die Eigenschaften einer Cannabinoidmischung aus CBG (Cannabigerol), CBD (Cannabidiol) und CBV (Cannabidivarin). Diese Kombination zeigte eine theoretische Fähigkeit, die unkontrollierte Zellvermehrung zu hemmen - ein grundlegendes Merkmal von Krebsprozessen.
Besonders bemerkenswert ist eine über 20 Wochen in Tokio durchgeführte Untersuchung, die eine Reduzierung der Hautkrebsinzidenz um 90% bei experimentellen Mausmodellen beobachtete, die mit Cannabinoidextrakten behandelt wurden.
Aromaprofile und chemische Zusammensetzung der Genetiken
Cannabis-Sammlersamen weisen eine bemerkenswerte Vielfalt an chemischen Profilen auf, wobei jede Genetik eine einzigartige Zusammensetzung an Cannabinoiden und Terpenen entwickelt. Diese genetischen Unterschiede bestimmen die spezifischen theoretischen Eigenschaften jeder Sorte.
Terpene, natürliche aromatische Verbindungen, begleiten die Cannabinoide und tragen zu dem bei, was Forscher als „Entourage-Effekt" bezeichnen. Diese molekulare Synergie könnte potenziell die individuellen Eigenschaften jeder Verbindung verstärken.
Wissenschaftliche Perspektiven und aktuelle Grenzen
Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse befindet sich die Cannabinoidforschung noch in einem frühen Stadium. Die In-vitro- und Tiermodellstudien sind zwar vielversprechend, erlauben aber noch keine endgültigen Schlussfolgerungen hinsichtlich der therapeutischen Anwendung beim Menschen.
Die Wissenschaftler betonen die Notwendigkeit, die Untersuchungen fortzusetzen, um die Wirkmechanismen der verschiedenen Cannabinoide im genetischen Material der Sammlersamen besser zu verstehen. Die Komplexität der Wechselwirkungen zwischen den zahlreichen Verbindungen von Cannabis erfordert eingehende Forschung.
Der aktuelle wissenschaftliche Ansatz bevorzugt die Untersuchung vollständiger Cannabinoidprofile gegenüber isolierten Molekülen und erkennt damit den Reichtum des genetischen Erbes an, das in jedem Sammlersamen enthalten ist. Dieser ganzheitliche Ansatz könnte bislang unbekannte molekulare Synergien aufdecken und neue Perspektiven für die Grundlagenforschung im Bereich der Cannabinoide eröffnen.
