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4 Unterschiede zwischen Rauchen und Essen von Cannabis

  • Cannabis-Lebensmittel wirken anders als gerauchtes Cannabis
  • Der Effekt ist länger und stärker
  • Es ist wichtig, die Dosierung zu beachten und vorsichtig zu beginnen

Kekse, Muffins, Krapfen, Speck, Tee, Pizza, Guacamole, Gemüsemischung... verschreibungspflichtiges medizinisches Cannabis und Kochen passen einfach zusammen. Für Patienten oder Freizeitnutzer von Cannabis, die die Einnahme über den Verdauungstrakt bevorzugen, gibt es eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, vor allem weil man mit Cannabis fast jedes Gericht bereichern kann.

Wenn Sie bereits Erfahrung mit Cannabis-Lebensmitteln haben, haben Sie sicherlich bemerkt, dass diese Anwendungsform im Vergleich zum Rauchen oder Verdampfen ein tieferes, manchmal fast psychedelisches Erlebnis bietet, das zudem viel länger anhält. Warum ist das so? Spekulieren Sie nicht länger und lesen Sie weiter - in diesem Artikel werden wir die Hauptunterschiede zwischen den Wirkungen von verschreibungspflichtigem Cannabis in Lebensmitteln und beim Rauchen beschreiben.

1. THC wird durch Lebensmittel anders im Körper aufgenommen

Wie ist es möglich, dass Cannabis-Lebensmittel typischerweise viel stärker wirken als beispielsweise ein paar Züge aus einem Verdampfer?

Der Hauptunterschied liegt in der Absorptionsstelle der Wirkstoffe - wenn Sie Cannabis über den Verdauungstrakt zuführen, THC wird in der Leber in 11-Hydroxy-THC umgewandelt. Dieser aktive Metabolit kann die Blut-Hirn-Schranke sehr leicht überwinden, was sich in einer stärkeren psychoaktiven Wirkung bemerkbar macht.

Beim Rauchen durchquert THC jedoch nicht Magen und Leber - es wird über die Lunge ins Blut und direkt ins Gehirn aufgenommen. Daher sind die Wirkungen des Rauchens und Verdampfens von Cannabis schneller im Einsetzen und kürzer in der Gesamtdauer.

2. Wirkungen und Dauer des Effekts

Bei Cannabis-Lebensmitteln ist es wichtig, zwei goldene Regeln zu beachten: Beginnen Sie mit wenig und seien Sie geduldig. Da THC in diesem Fall einen längeren Metabolismusweg im Körper durchläuft, können die Wirkungen nach 30 Minuten oder erst nach 2 Stunden eintreten. Sobald der Effekt einsetzt, dauert er meist mehrere Stunden, bis er nachlässt.

Die Effekte variieren natürlich je nach Cannabinoid-Gehalt des Lebensmittels, jedoch berichten Nutzer dieser "Edibles" von deutlich stärkeren körperlichen Effekten und bei höheren Dosen sogar von psychedelischen Auswirkungen. Generell gilt: Kleinere Dosen führen zu einem angenehmeren und verträglicheren Effekt, daher wiederholen wir: Beginnen Sie mit wenig und warten Sie ausreichend lange vor der nächsten Dosis. Wenn Sie diese Regel nicht befolgen, wird wahrscheinlich nichts Schlimmes passieren. Seien Sie aber darauf vorbereitet, dass der Effekt überwältigend erscheinen kann.

Interessanterweise ist bei der Einnahme von medizinischem Cannabis in Lebensmitteln der Effekt zwar stärker, aber die Gesamtzahl der Cannabinoide, die ins Blut gelangen, ist geringer als beim Rauchen. Insgesamt gelangen etwa 10-20% der Cannabinoide über das Cannabis-Lebensmittel ins Blut, während beim Rauchen 50-60% geschätzt werden. Beim Rauchen und Verdampfen setzen die Wirkungen von Cannabis nach etwa 10 Minuten ein und beginnen nach 30-60 Minuten rapide nachzulassen.

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3. Dosierung von medizinischem Cannabis in Lebensmitteln ist komplizierter

Den THC-Gehalt einer selbst hergestellten Charge von Keksen zu messen ist nicht einfach, und es ist bekannt, dass selbst offizielle Hersteller von Cannabis-Lebensmitteln in Ländern, in denen Cannabis bereits legal ist, manchmal Schwierigkeiten haben, den Cannabinoid-Gehalt ihres Heilprodukts genau zu beschreiben. Gerade wegen der längeren Vorlaufzeit bis zum Wirkungseintritt passiert es oft, dass der Nutzer sich "überschätzt" und sich mehr zuführt, als er bequem vertragen würde. Beim Rauchen kann der Nutzer die Dosis aufgrund des nahezu instantanen Effekts hingegen schrittweise steigern.

Im Bundesstaat Colorado, wo Cannabis bereits seit einiger Zeit auch für Freizeitzwecke legal ist, gilt eine Standarddosis von 10 Milligramm THC. 100 Milligramm gelten hingegen als ziemlich (sehr) starker Kaffee und sollten generell in kleinere, schrittweise Dosen mit ausreichendem Zeitabstand unterteilt werden. Riesige THC-Dosen werden Ihnen zwar nicht schaden, aber glauben Sie mir, Sie werden den Cannabis-Effekt mehr genießen mit einer schrittweisen, vorsichtigen Dosierung.

4. Verschreibungspflichtige Cannabis-Lebensmittel - eine gesündere Alternative zum Rauchen

Viele Menschen, die Cannabis heilt oder ihnen nach ihrer Meinung einfach gut tut, interessieren sich zunehmend für diese Anwendungsform, vor allem weil ihnen der Rauch zu unangenehm ist oder weil sie die Folgen und Auswirkungen des Cannabisrauchens auf die Lunge fürchten.

Generell bietet sich in einem solchen Fall auch eine gesündere Alternative des Verdampfens an, Cannabis-Lebensmittel bieten jedoch einen viel stärkeren und gleichzeitig längeren Effekt, was besonders für Patienten mit beispielsweise chronischen Schmerzen nützlich ist.

Außerdem müssen Sie sich bei Cannabis-Lebensmitteln nicht auf Süßigkeiten wie Kekse oder Muffins beschränken - Sie können eine Vielzahl von Gerichten mit Cannabis anreichern. Stellen Sie Cannabis-Butter her und übergießen Sie damit Popcorn, tauchen Sie Kohlchips in die Butter oder bereiten Sie Tee zu - die Wahl liegt ganz bei Ihnen. Denken Sie nur immer an unsere bescheidene Warnung - langsam und geduldig.

Autor: Bailey Rahn

Übersetzung: Filip Maral

Quellen: leafly.com

Bilder: thedailybeast.com static1