4 Mythen über CBD
- Dr. Ethan Russo, ein bedeutender Wissenschaftler, der sich mit der therapeutischen Wirkung von Cannabis befasst, widerlegt mehrere Mythen um Cannabidiol (CBD)
Früher unbekannt und ignoriert, heute populär und gefeiert – CBD, also die Cannabiskomponente namens Cannabidiol, steigt aufgrund seiner ständig wachsenden Palette therapeutischer Effekte täglich in den Cannabinoid-Charts auf.
Allerdings breiten sich mit seiner wachsenden Popularität auch falsche Mythen über seine Wirkungen und Anwendungen aus. Anfang dieses Jahres veröffentlichte Dr. Ethan Russo, ein zertifizierter Neurologe, Psychopharmakologie-Wissenschaftler und ehemaliger leitender Berater von GW Pharmaceuticals, einen Bericht im wissenschaftlichen Journal Cell Press, in dem er versucht, die 4 häufigsten Mythen über das Cannabinoid CBD zu widerlegen.
1. CBD ist nicht psychoaktiv
Während in den meisten Artikeln CBD als "nicht psychoaktiv" oder "nicht psychotrop" im Vergleich zum psychoaktiven THC beschrieben wird, hebt Russo den Finger und weist auf wesentliche Mängel dieser Behauptung hin.
„Die Aussage, dass CBD im Vergleich zu THC nicht auf die Psyche wirkt, ist sehr ungenau. CBD hat wohltuende Wirkungen auf Angst, Schizophrenie (Mehr im Artikel „Verursacht Cannabis wirklich Schizophrenie?"), Sucht und möglicherweise auch Depression," erklärt Russo. „Genauer gesagt sollten wir CBD eher als ‚nicht-intoxizierend' bezeichnen, da es nicht mit Benommenheit, zwanghaftem Konsum oder Wiederholungsdrang verbunden ist.
2. CBD wirkt sedierend
Frühere wissenschaftliche Berichte sprechen von CBD als potenziell effektivem Mittel gegen Schlaflosigkeit. Ethan Russo erwähnt jedoch einen wichtigen Punkt: „In niedrigen Dosen fördert CBD deutlich die Wachheit und allgemeine Wachsamkeit. Darüber hinaus haben einige Studien die Fähigkeit von CBD gezeigt, die sedative Wirkung von THC zu unterdrücken und das Einschlafen zu verlangsamen. Zudem reduziert die gleichzeitige Einnahme von CBD und THC das Gefühl des Cannabis-Katers (Mehr im Artikel "Cannabis-Kater"), der insbesondere bei der Anwendung potenter Cannabisprodukte mit niedrigem CBD-Gehalt auftritt."
In der hier von Russo erwähnten Studie wurden Patienten oral hohe CBD-Dosen (bis zu 600 mg) verabreicht, wobei keiner einen sedativen Effekt verspürte. Im Gegensatz dazu löst das relativ neue Medikament Epidiolex mit THC und CBD, das zur Behandlung von Epilepsie verwendet wird, eine deutlich sedative Wirkung aus, insbesondere wenn es zusammen mit dem Medikament Clobazam verabreicht wird.
Dr. Russo weist auch auf eine interessante Beobachtung über CBD-Präparate hin, die sehr oft das Cannabisterpen Myrcen enthalten. (Mehr im Artikel "Terpene, oder was hinter dem Duft von Cannabis steckt")
"Myrcen, ein Terpen, das unter anderem in Mango oder Hopfen vorkommt, wird oft der bekannte 'Stoned'-Effekt zugeschrieben, der den Patienten physisch zum Stillstand bringt und vorübergehend an Sessel oder Couch fesselt."
3. CBD wirkt durch Rezeptorblockierung
Viele Wissenschaftler erklärten bisher den Wirkungsmechanismus von CBD als Antagonisten der CB1-Rezeptoren (was bedeutet, dass CBD die Rezeptoren blockiert und ihre Aktivierung stoppt). Russo sieht das anders. Einer der echten CB1-Antagonisten, Rimonabant, ist eine Substanz, die aufgrund einer Reihe negativer Nebenwirkungen – wie erhöhte Angst, Depression, Übelkeit und überraschenderweise sogar Selbstmordgedanken – vom europäischen Markt genommen wurde. Keine dieser ungünstigen Nebenwirkungen wurde jedoch im Gegensatz zu Rimonabant bei CBD beobachtet.
4. CBD verwandelt sich im Körper in THC
Der Mythos, dass sich CBD im Körper in THC verwandelt, verbreitete sich in Online-Foren und wurde sogar in einer offiziellen Studie spekuliert, in der Wissenschaftler über die Möglichkeit der langfristigen CBD-Einnahme und dem resultierenden Mechanismus des Körpers, der es in THC umzuwandeln beginnt, spekulierten. „Dieser wissenschaftliche Bericht ist völlig unzureichend. Es gibt keine kohärenten Beweise für die Umwandlung von CBD in THC im menschlichen Körper."
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