30 Tipps zum Gießen
Beim Anbau gibt es keinen wichtigeren Faktor als die Bewässerung. Für diejenigen von Ihnen, die sich manchmal unsicher sind über die richtige Wassermenge oder bereits Probleme mit der Bewässerung hatten, haben wir 30 Ratschläge und Tipps, die Sie kennen müssen. Zu den häufigsten Problemen der Anbauer gehören Über- und Unterbewässerung. Wie Sie dies vermeiden können, werden wir Ihnen mit diesen dreißig Tipps näher bringen.
30 Tipps für richtiges Gießen
- Bei direkter Aussaat vergessen Sie die Bewässerung für ein paar Tage komplett. Samen brauchen nur Feuchtigkeit. Übermäßige Bewässerung verhindert die Sauerstoffzufuhr, die sie ebenfalls benötigen. Besser ist die Keimung außerhalb des Bodens - siehe Kapitel Keimung.
- Menge und Intensität der Bewässerung hängen von der Größe der Pflanze und der Lichtmenge ab.
- Wenn eine Pflanze kleiner ist als andere oder kleinere Blätter hat, bedeutet das nicht, dass sie mehr Wasser benötigt!
- Bei jungen Sämlingen muss man bei der Bewässerung sehr vorsichtig sein, damit die Pflanze nicht unter dem Wassergewicht zusammenbricht. Zur Erhaltung einer aufrechten Pflanze eignet sich eine Sprühflasche.
- Wasser hält die Pflanze nicht nur hydratisiert, sondern verteilt auch die notwendigen Nährstoffe.
- Die Pflanze bevorzugt regelmäßige Wasserzufuhr (z.B. mit der Sprühflasche) mehrmals täglich, anstatt einer einzigen ergiebigen Bewässerung.
- Es gibt den Mythos, dass Pflanzen umso schneller wachsen, je mehr Wasser man ihnen gibt. Das stimmt nicht.
- Das häufigste Problem und Todesursache bei Anbauern ist das Überwässern. Der Sauerstoff gelangt nicht mehr zu den Wurzeln, und die Pflanze stirbt.
- Ein großer Untersetzer kann in den ersten 2 Wachstumswochen eine Wassermenge halten.
- Geeignetes Wasser für Ihre Pflanzen ist chlorfrei und hat einen neutralen pH-Wert. Bei zu hartem Wasser achten Sie auf erhöhte Gehalte anderer Substanzen, zum Beispiel Eisen.
- Der Boden darf weder trocken noch zu nass sein. Beim Zusammendrücken der Oberfläche mit den Fingern darf kein Wasser an die Oberfläche treten. Siehe Bewässerungsprobleme.
- Pflanzen profitieren von einer Bewässerung eher in den frühen Morgenstunden als am Nachmittag.
- Verwenden Sie ausschließlich abgestandenes Wasser von Raumtemperatur zum Gießen. Zu kaltes Wasser verursacht einen Schock im Wurzelsystem.
- Ein höherer Chlorgehalt in der Bewässerung führt zu einer Erhöhung der Substratazidität. Dadurch verändert sich der pH-Wert des Bodens, was beispielsweise zu einem Calciummangel führen kann.
- Wenn das Wasser mit hohen Chemikalienmengen kontaminiert ist, lassen Sie es ein paar Tage in einem offenen Gefäß an der Luft stehen.
- Destilliertes Wasser sowie abgekochtes Wasser sind für Pflanzen völlig ungeeignet. Wie der menschliche Körper benötigt auch die Pflanze notwendige Mineralien im Wasser.
- Je mehr Licht eine Pflanze erhält, desto mehr Wasser benötigt sie. Gleiches gilt an heißen Tagen im Freien.
- Eine Pflanze, die mehrere Tage ohne Wasser war und Anzeichen von unzureichender Bewässerung zeigt, kann gerettet werden, wenn Wasser nachgefüllt wird. Sie erleidet jedoch einen Schock, der den potenziellen Ertrag reduziert.
- Ein Zeichen für gute Bewässerung ist, wenn die obersten 5 cm der Substratschicht trocken oder leicht feucht sind und die Pflanze gleichzeitig Wasser im Untersetzer hat.
- Wenn die Pflanze beginnt, große Mengen an Blättern zu verlieren, kann dies ein Zeichen für Überbewässerung sein.
- Es ist immer besser, eine Sprühflasche oder Sprüher zu verwenden als einen Wasserstrahl.
- Es ist besser, die Pflanze direkt an den Wurzeln zu gießen, damit Überschusswasser ablaufen kann, anstatt die Wurzeln aus dem Untersetzer "schlürfen" zu lassen.
- Kleine Pflanzen in einem großen Topf können problemlos einmal pro Woche gegossen werden, während große Pflanzen in einem kleinen Topf eine tägliche Bewässerung erfordern.
- Die Reduzierung der Bewässerung in der Blütezeit hat einen positiven Einfluss auf die Potenz der Pflanze. In der Blütezeit kann man erst gießen, wenn die Blätter Wassermangel zeigen, anstatt regelmäßig mit Puffer zu gießen.
- Überprüfen Sie den pH-Wert der Bewässerung. Ein falscher pH-Wert kann langfristig negativen Einfluss auf den Boden-pH-Wert haben und so die Nährstoffzufuhr zur Pflanze verhindern.
- Obwohl es sich um eine sehr anpassungsfähige Pflanze handelt, bevorzugt sie einen möglichst regelmäßigen Bewässungszyklus.
- Aufgrund der unterschiedlichen Pflanzenhöhe kann jede einen anderen Wasserbedarf haben. Gehen Sie daher bei der Bewässerung individuell vor und beobachten Sie die Bodenfeuchtigkeit um die Wurzeln.
- Regenwasser enthält oft höhere Mengen an Stickstoff, was es zu einer hervorragenden Bewässerungsquelle macht, insbesondere für Indoor-Anbau.
- Die Pflanze mag ausreichend Wasser. Zögern Sie also nicht, ausreichend zu gießen - bei guter Drainage läuft überschüssiges Wasser ab.
- Indoor-Pflanzen erleben weder Regen noch Wind. Beide Faktoren beeinflussen die Pflanze positiv. Kompensieren können Sie dies zumindest teilweise mit einem Sprüher.
