3 Hanf-Terpene, die Sie noch nicht kennen
- Ocimen, Terpinolen und Guaiol sind ziemlich unbekannte Terpene
- In medizinischem Cannabis und anderen Pflanzen spielen sie jedoch eine bedeutende Rolle
Heute knüpfen wir an unseren vorherigen Artikel über Heilungsterpene im Cannabis an, in dem wir die Wirkungen und Eigenschaften von zum Beispiel zitrusartigem Limonen, kieferartigem Pinen, Mango-Myrcen und blumigem Linalool beschrieben haben.
Wie Sie bereits lesen konnten, stehen die Duftstoffe, die von medizinischem Cannabis produziert werden, Seite an Seite mit Cannabinoiden und Flavonoiden, wobei alle diese natürlichen Substanzen zusammen einen sogenannten kettenartigen, synergisch heilenden Effekt erzeugen.
Duftstoffe oder Terpene sind das, was den verschiedenen Sorten ihren spezifischen Duft-, Geschmacks- und Heilungscharakter verleiht - sie stehen momentan im Mittelpunkt des Interesses von Züchtern und Freizeitnutzern von Cannabis sowie Ärzten und Patienten.
"Medizinisches Cannabis enthält mehr als 200 verschiedene Terpenarten, jedoch nur 10 davon sind sogenannte primäre und etwa 20 sekundäre, die in signifikanter Menge vorkommen."
Heute werfen wir einen Blick auf drei davon, konkret Ocimen, Terpinolen und Guaiol.
1. Ocimen
Ocimen ist ein isomerischer Kohlenwasserstoff, der in einer Vielzahl von Pflanzen und Früchten vorkommt. Man kann ihn an seinem süß duftenden, kräutig-waldigen Aroma erkennen. Dieser Terpen wird auch in vielen hochwertigen Parfüms verwendet. In der Natur dient er Pflanzen als chemischer Schutz. Ocimen ist ein sehr weit verbreiteter Terpen und findet sich beispielsweise in Minze, Petersilie, Pfeffer, Basilikum, Mango, Orchideen und natürlich in medizinischem Cannabis.
Zu seinen wichtigsten potenziellen Gesundheitsvorteilen gehören:
- Wirkt als Virostatikum
- Gegen Pilzinfektionen
- Antiseptisch
- Reduziert Schleimbildung
- Antibakteriell
Zu den Sorten, die für eine mögliche Ocimen-Produktion bekannt sind, gehören beispielsweise der berühmte OG Kush oder der saure Sour Diesel.
2. Terpinolen
Terpinolen ist ein weiterer isometrischer Kohlenwasserstoff, charakterisiert durch einen frischen, kräutig-blumigen Duft mit einer einzigartigen Andeutung von Zitrusaroma. Er findet sich in einer Reihe von duftenden Pflanzen, einschließlich Muskatnuss, Teebaumöl, Nadelbäumen, Äpfeln, Kümmel und Flieder. Industriell wird er hauptsächlich als Zusatz in Seifen, Parfüms oder Salben verwendet.
Zu seinen potenziellen Heilungseffekten gehören:
- Wirkt krebshemmend
- Antioxidans
- Sedativum
- Antibakterielle Wirkung
- Effektiv gegen Pilze
Terpinolen findet sich am häufigsten in Sorten mit Dominanz von Cannabis sativa. Eine der möglicherweise bekanntesten Sorten, in der Terpinolen häufig vorkommt, ist die legendäre Jack Herer. Wenn Sie Interesse an dieser Sorte haben, können Sie unser Angebot an Jack Herer Samen anschauen.
3. Guaiol
Guaiol ist kein direktes Duftsöl, sondern ein sogenannter Sesquiterpenoid-Alkohol, der sich beispielsweise in Zypressennadeln und der Guajakrinde findet. Guaiol wird historisch genutzt - Menschen verwendeten und verwenden es zum Beispiel gegen Husten, Verstopfung oder sogar Arthritis. Es kann auch als wirksames Insektenabwehrmittel und Insektizid eingesetzt werden.
Zu seinen Hauptgesundheitswirkungen gehören:
- Wirksam gegen Mikroben
- Entzündungshemmend
Zu den Sorten, die in Tests eine hohe Guaiol-Konzentration aufweisen, gehören beispielsweise der schöne Blue Kush, der Cannabis Cup Sieger 2001 Liberty Haze oder auch die heute bereits legendäre White Widow.
Samen aller hier erwähnten Sorten sind in unserem Online-Shop erhältlich.
Übersetzung: Filip Maral
Quelle: leafly.com
