Hydroponik vs. Substrat
Wenn Sie sich entscheiden zu kultivieren, ist eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen, ob Sie in einem herkömmlichen Bodensubstrat oder in einem der angebotenen hydroponischen Systeme anbauen möchten. Es scheint vielleicht eine einfache Wahl zu sein, aber es gibt viele unterschiedliche Faktoren, die vor der endgültigen Entscheidung sorgfältig abgewogen werden müssen.
Beide Anbaumedien, sowohl der bereits erwähnte Boden als auch der hydroponische Anbau, haben ihre Vor- und Nachteile, und es liegt nur an Ihnen, welche Methode die am besten geeignete Wahl ist. Bedenken Sie, dass der Bodenanbau und die Hydroponie das gleiche Potenzial haben, hervorragende Erträge und qualitativ hochwertige Produkte zu erzielen! Es liegt also nur an Ihnen, welche Methode Ihren individuellen Bedürfnissen am besten entspricht. In diesem Artikel erfahren Sie alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Kultivierung. Nach dem Lesen werden Sie sicherlich leichter entscheiden können, welche Methode für Sie am besten geeignet ist.
Anbau in der Erde
Der Anbau in der Erde könnte man als die alte Schule für fortgeschrittene Gärtner bezeichnen. Die Pflanze, wie Sie sicher wissen, wird seit Anbeginn der Zeit in der Erde kultiviert. Im Vergleich zur Hydroponie ist der Boden weniger anspruchsvoll in Bezug auf die Einhaltung konstanter Werte des Säuregehalts, des Mineralgehalts und der Spurenelemente im Medium und kann diese Werte bis zu einem gewissen Grad selbst ausgleichen, viel einfacher als bei der hydroponischen Kultivierung. Dies kann besonders für Anfängergärtner von Vorteil sein, die noch nicht so viel Erfahrung mit der kontinuierlichen Aufrechterhaltung dieser Werte haben.
Beim Anbau in der Erde werden beispielsweise die Temperatur des Anbaumediums, der Säuregehalt (pH) sowie der Nährstoffkonzentrationswert (Ec) bis zu einem gewissen Grad durch den Boden ausgeglichen. Dies ermöglicht eine größere Fehlertoleranz für den Gärtner. Wenn Sie wissen, dass die Temperatur um Ihre Pflanzen herum regelmäßig schwankt, ist Erde wahrscheinlich die beste Wahl für Sie. Die reinen organischen Nährstoffe, die die Pflanze unbedingt zum Leben benötigt, verlassen sich auf andere nützliche Organismen, die im Boden leben und organische Verbindungen in aufnehmbare Elemente zerlegen können. Diese nützlichen Organismen, die nichts mit den Grundnährstoffen (also Phosphor, Kalium und Stickstoff) zu tun haben, leben und vermehren sich im Boden.
Für die meisten Gärtner gewährleistet dies eine einfachere Aufrechterhaltung des Levels dieser für ein richtiges organisches Gärtnern geeigneten Mikroorganismen. Einige Nachteile des Bodens liegen in den idealen Bedingungen für die Vermehrung von Insekten und anderen Schädlingen, besonders in der warmen Sommersaison.
+ Vorteile
+ Bodengärten bieten Pflanzen eine größere und vollständigere Menge an Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen als Hydro. Dies ermöglicht es Gärtnern bei der Wahl der richtigen Düngemittel, vollständig organisch anzubauen, ohne jegliche Chemiezugabe.
+ Der Boden enthält auch für die Pflanze nützliche Bakterien. Diese Bodenbakterien können organisches Material im Boden abbauen und so eine konstante, richtige Ernährung für Ihre Pflanzen bereitstellen. Bakterien wirken im Grunde als natürlicher Katalysator für Pflanzen!
+ Geringerer Stromverbrauch, da keine weitere Sauerstoffanreicherung des Bodens erforderlich ist - weniger kostenintensiv für den Gärtner.
+ Niedrigere Anschaffungskosten.
+ Schnelle chemische Veränderungen treten praktisch nicht auf.
- Nachteile
- Der Boden bietet dem Gärtner weniger Kontrolle über das Auftreten verschiedener Schädlinge und Bakterien, die Ihre Ernte plötzlich befallen können. Da der Boden ein natürliches Ökosystem ist, bietet er allen möglichen Schädlingen ideale Lebensbedingungen.
- Das Bewässern des Bodens kann manchmal auch problematisch sein. Nach Monaten des Bewässerns kann der Boden um die Pflanzen herum sinken. Dies stellt dann ein Problem dar, da nicht genügend Sauerstoff zu den Pflanzenwurzeln gelangt. Der Boden hält große Mengen Wasser zurück, daher können Sie die Pflanze beim häufigeren Gießen sozusagen "ertränken".
- Das Medium kann nicht recycelt werden. Der Boden muss nach jedem Anbauzykus ausgetauscht werden.
- Das Wachstumstempo der Pflanzen ist langsamer.
Hydroponische Kultivierung
Der Begriff Hydroponie lässt sich am besten als Anbau von Pflanzen ohne Verwendung von herkömmlicher Erde als Anbaumedium erklären. Es gibt viele verschiedene Arten von hydroponischen Systemen, die speziell für den Anbau von medizinischen Pflanzen verwendet werden, und eines davon ist der Anbau in Kokosfaser. Hydroponische Gärten erfordern ein Medium wie Mineralwolle, Kokosfaser oder Blähton. Obwohl sich diese Systeme in vielerlei Hinsicht unterscheiden können, teilen sie alle gemeinsame Vor- und Nachteile.
Allgemein gesagt, garantiert die hydroponische Kultivierung, dass Pflanzen schneller wachsen als im herkömmlichen Boden. Dieser Wachstums-"Boom" wird durch den Einsatz von wasserlöslichen Düngemitteln, die speziell für den hydroponischen Anbau entwickelt wurden, erreicht. In einem solchen Medium können nicht alle Mikroorganismen vorkommen, die in herkömmlicher Erde enthalten sind, aber die Wurzeln hydroponisch angebauter Pflanzen können die notwendigen organischen Verbindungen und Nährstoffe fast sofort aufnehmen (wenn die richtigen Bedingungen herrschen, z.B. der richtige Säuregehalt der Lösung, mit der die Pflanzen gegossen werden). Dies ist einer der Gründe, warum hydroponische Gärten so unglaublich schnell wachsen.
Bedenken Sie jedoch, dass sich hydroponische Gärten immer auf den Gehalt an Düngemitteln und Nährstoffen verlassen, die Sie ihnen in den richtigen Werten in allen Wachstums- und Blütephasen zuführen.
+ Vorteile
+ Hydroponie bietet vor allem mehr Möglichkeiten zur Automatisierung der Bewässerung und zur Anpassung des Gartens als Einzeleinheit. Sie hält so länger ohne Aufsicht.
+ Viele verschiedene Arten von hydroponischen Einheiten (Tropfsystem, Belüftungssystem usw.)
+ Mit der hydroponischen Anbautechnologie erhalten Sie im Allgemeinen schnelleres Wachstum und gesteigerte Robustheit und Kraft der Pflanze.
+ Saubererer Betrieb. Wahrscheinlich werden Sie selten auf Schädlinge stoßen.
+ Das Anbaumedium kann wiederverwendet werden, wenn es gut behandelt und von allen unerwünschten Bakterien befreit wird.
+ Der Anbau ist weniger platzbedürftig, daher können Töpfe kleiner sein und auch näher beieinander stehen.
+ Chemische Ungleichgewichte in der Lösung können leichter geändert werden, wenn die Nährlösung vollständig ausgetauscht wird.
+ Schnelleres Wachstum und effizientere Nutzung des Pflanzenpotenzials.
- Nachteile
- Zu den Hauptnachteilen der hydroponischen Kultivierung gehören beispielsweise die Komplexität und der Gesamtaufwand für die Systemerhaltung. Beim hydroponischen Anbau wird vom Gärtner viel mehr erwartet als nur Pflanzen zu setzen und zu ernten. Der pH-Wert (Säuregehalt) und der Ec-Wert (Electric Conductivity = Nährstoffwert) in der Lösung müssen regelmäßig überprüft werden.
- Finanziell aufwendiger in der Anschaffung als Substrat
Hanfsamen / Marihuanasamen sind ausschließlich für Sammlerzwecke bestimmt! Der Anbau von Pflanzen mit hohem THC-Gehalt ist eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat!
